Grüner Tee & Pu-Erh-Tee

16. Mai 2009

Grüner Tee

Grüner Tee ist der ursprünglichste aller Teesorten und wurde bereits vor ca. 5.000 Jahren in China entdeckt. Er wird aus der Teepflanze gewonnen und unterscheidet sich von Schwarzem Tee, der von der gleichen Pflanze stammt, lediglich durch die Art der Verarbeitung und Lagerfähigkeit.

teeglaeser2In Asien ist die Verwendung von frischen Teeblättern zur Zubereitung weit verbreitet. Die Blätter werden direkt vom Strauch gepflückt und in heißes Wasser gelegt. Da sich Teeblätter nicht lange frisch halten und somit kaum lagerfähig sind, müssen sie für den Verkauf in andere Länder bearbeitet werden. Dazu durchlaufen die Teeblätter mehrere Verarbeitungsschritte. Grüner Tee wird im Vergleich zum Schwarzen Tee nicht fermentiert (Oxidation), d.h. die Teeblätter werden keiner Gärung ausgesetzt, sondern direkt im Wasserdampf behandelt. Die Teeblätter behalten so ihre grüne Farbe und ihre natürlichen Vitamine und Mineralstoffe.

Grüner Tee gilt daher als besonders gesund und hat in den letzten 20 Jahren durch wachsende Trends wie „Gesunde Ernährung“, „Wellness und Gesundheit“ enorm an Bedeutung auf dem europäischen Markt gewonnen.

Grüner Tee kann auf drei verschiedene Arten zubereitet werden:

  • Man kocht Wasser auf und lässt es auf ca. 60° C abkühlen. Mit dem nicht mehr kochenden Wasser übergießt man die Teeblätter. Dadurch bleiben die Vitamine enthalten. 2-3 Minuten Ziehzeit reichen aus, sonst wird der Tee bitter.
  • Den Tee mit sprudelnd kochendem Wasser übergießen und 5 Minuten ziehen lassen. So ist Grüner Tee am gehaltvollsten. 
  • Den Tee mit wenig kochendem Wasser überbrühen. Diesen Aufguss schüttet man weg. Der Tee wird anschließend ein zweites Mal aufgegossen und soll 2-3 Minuten ziehen. Das hat den Vorteil, dass sich ein großer Teil der Bitterstoffe (Catechine), die sich beim Überbrühen sofort lösen, im ersten Aufguss befanden. Der zweite Aufguss schmeckt auf diese Weise besonders harmonisch. Auf diese Zubereitungsart ist wohl auch das Sprichwort „Die erste Tasse für den Feind – die zweite Tasse für den Freund“ zurückzuführen.

Grüner Tee kann übrigens bis zu viermal aufgebrüht werden.

elfenmond_logo Wellness- und Gesundheitsfaktor:

 

 

  • Durch das im Grünen Tee enthaltene Koffein wird die Herzaktivität erhöht, der Blutdruck steigt, hat also eine anregende Wirkung. Lässt man Grünen Tee länger als 3 Minuten ziehen, binden die enthaltenen Gerbstoffe das Koffein, das dadurch langsamer in den Organismus gelangt. Dieser Aufguss wirkt nach nicht mehr anregend.
  • Eine Tasse Grüner Tee enthält ca. 300 mg Mineralstoffe, ist somit ein Rundum-Versorger für den Körper. 
  • Durch den besonders hohen Anteil an Bitterstoffen im Grünen Tee sagt man ihm nach, das Risiko an Krebserkrankungen und Osteoporose zu vermindern und den Körper zu entgiften. 
  • Seine große Menge an Vitamin C macht Grünen Tee zur Allzweckwaffe gegen Erkältung.
  • Außerdem enthält Grüner Tee viel Fluor, das den Zahnschmelz stärkt.

Puh-er-Tee (Roter Tee)

TeepflanzePuh-er-Tee ist ein Heil-Tee, der seit über 1.700 Jahren in China, genauer gesagt in der Region Yunnan, angebaut wird. Seine großflächigen Blätter werden aus dem Quingmao-Baum gewonnen. Heute gibt es weitere Anbaugebiete für diese Pflanzensorte, jedoch wird nur der aus Yunnan stammende Tee, der dort unter besonderen klimatischen Bedingungen wächst, als reiner Puh-er-Tee gehandelt. Eine spezielle und extrem aufwendige Verarbeitung verhindert, dass der Tee trotz der Fermentation (=Oxidation) seine Wirkstoffe verliert. Er ist in seiner Beschaffenheit daher dem Grünen Tee sehr ähnlich, lagert allerdings viel länger (Spitzensorten lagern bis zu 60 Jahre!). Sein rauchiges Aroma kann sich dabei vollständig entwickeln.

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  • Puh-erh-Tee enthält eine große Menge an Vitamin C, dass das Immunsystem stärkt.
  • Das enthaltene Fluor kräftigt den Zahnschmelz.
  • Puh-erh-Tee enthält – ebenso wie Grüner Tee – Mineralstoffe, die Osteoporose und Krebs vorbeugen.

 
In den folgenden Artikeln findet Ihr alle weiteren wichtigen Teesorten, ihre Wirkung, Zubereitung und Herkunft:

© Sandra Ilmberger, 2009

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3 Comments Add your own

  • 1. drenegadt  |  27. Februar 2009 at 15:16

    Hallo meine süße Tee-Elfe,
    wieder mal ein super Artikel, bin schon auf die Fortsetzung gespannt. Eine Frage brennt mir noch unter den Nägeln: Was hat es mit dem Spruch auf sich, „wenn man einen im Tee hat?“ ;-)

    Bis zum nächsten Mal in diesem Blog :-)

  • 2. elfenzauber  |  27. Februar 2009 at 21:09

    Hey, na dann werde ich doch gleich mal recherchieren. ;-) )

  • 3. elfenzauber  |  7. März 2009 at 21:43

    So, nun habe ich doch mal den Spruch „einen im Tee haben“ recherchiert: Die Redewendung bedeutet ja „angetrunken sein“. Historisch geht das auf die norddeutsche (ostfrisiesche) Sitte zurück, einen Schuss Rum in den Tee zu geben. Die Ostfriesen waren die ersten Deutschen, die Tee getrunken haben (siehe „Eine kleine Teegeschichte“). Nun trinkt der Ostfriese im Allgemeinen fünf Tassen Tee pro Tag, weniger als drei Tassen gilt sogar als nicht friesisch. Man kann sich sicherlich vorstellen, dass man bei dieser Menge also ordentlichen einen (Rum) im Tee hat und am Ende des Tages zu Recht angetrunken ist. Also, viel Spaß beim Teetrinken. ;-)

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