Schokotraum (Rezept für Sachertorte)

1. Januar 2009

Die Sachertorte gilt als die Königin der Torten und DIE Spezialität der Wiener Mehlspeisen-Küche. Das Rezept kreierte 1832 der damals 16-jährige Küchenlehrling Franz Sacher, als sein Küchenmeister krank wurde und auf Geheiß des Fürsten von Metternich ein ganz besonderes Dessert für den Wiener Kaiserhof her musste. Zwar schmeckte die Torte den Gästen am Hof, jedoch wurde ihr erst viele Jahre später die richtige Aufmerksamkeit zuteil - nämlich 1848, als Franz Sachers Sohn Eduard nach seiner Lehre beim k.u.k. Hofzuckerbäcker “Demel“ die Rezeptur zu ihrer heutigen Form verfeinerte. Von da an wurde die zuckersüße Torte eines der Lieblingsdesserts von Kaiser Franz Joseph I. und seiner Kaiserin „Sisi“ Elisabeth von Österreich, der später auch ein gern gesehener Gast im Hotel Sacher (1876 gegündet von Eduard Sacher) war.

Viele trauen sich nicht an das berühmte Rezept heran. Damit ist jetzt Schluss. Mit diesem Elfenzauber-Rezept schafft Ihr den perfekten Traum aus Schokolade und Marillen- (Aprikosen-)Marmelade. Also, ran an die Rührschüssel!

Zutaten für eine Springform (24 cm):

  • 280 g Zartbitterschokolade, davon 130 g für den Teig und 150 g für die Glasur
  • 130 g zimmerwarme Butter oder Margarine
  • 125 g Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 6 Eier (getrennt)
  • 275 g Zucker, davon 75 g für den Teig und 200 g für die Glasur
  • 130 g Mehl
  • 250 g Aprikosenmarmelade
  • Semmelbrösel für die Springform   

Elfentraum aus Schokolade1.) 130 g Schokolade in kleinen Stücken im heißen Wasserbad schmelzen. 

2.) Das Fett sehr schaumig rühren. Den Puderzucker und den Vanillezucker unterschlagen, bis die Masse sehr cremig ist. Nach und nach die Eigelbe und die Schokolade unterrühren.

3.) Die Eiweiße steif schlagen, 75 g Zucker dazurieseln lassen, auf die Schokoladencreme häufen. Das Mehl darüber sieben, alles mit einem Teigspatel locker vermengen.

4.) Den Backofen auf 175°C vorheizen. Die Springform einfetten und mit Semmelbrösel ausstäuben.

 5.) Den Teig darin glattstreichen, in den hießen Ofen (mittlere Stufe) schieben, die Ofentür mit einem hölzernen Kochlöffel einen Spalt offen halten und etwa 15 Min. backen.

6.) Danach den Kuchen bei 150°C in etwa 50 Min. fertig backen.

7.) Auskühlen lassen. Die Aprikosenmarmelade erwärmen und durch ein Sieb streichen.

8.) Den Teigboden quer durchschneiden – geht besonders gut mit einem „Tortenboden-Schneider“ (schaut mal bei Amazon), Bindfaden oder dünnem Draht. Den unteren Boden mit der Hälfte der Marmelade bestreichen, oberen Boden darauf setzen. Die übrige Marmelade auf der Oberfläche und den Seiten verstreichen.

9.) Den übrigen Zucker mit 1/8 l Wasser und der restlichen Schokolade gut 5 Min. sprudelnd kochen lassen.

10.) Die Glasur etwas abkühlen lassen, über die Torte verteilen. 

 

elfenzauber_tipps

1.) Wenn Ihr das klassische Rezept einmal ein bisschen abwandeln wollt oder nach der besonderen Note sucht, legt doch einfach eine Marzipanschicht auf die Marmelade, bevor Ihr die Torte glasiert. Die Marzipanschicht gibt es als dünn ausgerollte Platte bereits fertig zu kaufen (in größeren Supermärkten bei den Back-Zutaten). Sie dient gleichzeitig zur Stabilisierung des unteren Bodens bei einer doppelstöckigen Torte (wie auf dem Foto).

2.) Besonders zauberhaft wirkt die Torte als Herzform gebacken. Bei der doppelstöckigen Torte nehmt ihr für den 2. kleineren Boden entweder nur 1/2 Rezept, oder Ihr füllt einen Teil des Teiges in eine zweite kleinere Form – so habt Ihr gleich noch ein zuckersüßes Mitbringsel. :-)

3.)Von der österreichischen Marke „Manner“ (bekannt durch die Manner-Schnitten in der rosa Verpackung) gibt es in Supermärkten und in den „Manner“-Läden eine fertige „Sacher“-Kuchenglasur im Becher. Sie muss nur erhitzt und auf die Torte aufgetragen werden. Schmeckt köstlich und Ihr spart Euch dadurch den Arbeitsschritt 9.

© Sandra Ilmberger, 2009

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3 Comments Add your own

  • 1. drenegadt  |  2. Januar 2009 at 16:53

    Yamiyam, da läuft einem ja wirklich das Wasser im Mund zusammen – schade dass man am PC nix schmecken oder riechen kann… :-) Mehr davon!

  • 2. Krissi & Stefan  |  9. Februar 2009 at 18:04

    Oh da kann ich mich dem Yamiyam nur anschließen, sieht ja total lecker aus,… :)

  • 3. Ma und Pa  |  11. Februar 2009 at 19:39

    oh, kann mich drenegadt nur anschließen, kann leider
    auch nix schmecken oder riechen, sieht total lecker aus…..
    mmmh…

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